Spinewertrechner
Gib Deine Werte unten in den Spinewertrechner ein, um ein Ergebnis für den empfohlenen Spinewert zu bekommen, den Dein Pfeil haben sollte. Beachte, dass Spinerechner immer nur einen Näherungswert liefern können. Lies die weiterführenden Hinweise unter dem Rechnern.
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Das Zuggewicht im Spinerechner
Das Zuggewicht für den Spinerechner sollte immer jenes sein, welches tatsächlich auf den Fingern lastet und nicht jenes, welches auf dem Bogen angegeben ist. Das Zuggewicht des hängt von der Auszugslänge ab, die Angabe auf dem Bogen bezieht sich auf einen durchschnittlichen Auszug von 28 Zoll. Außerdem gibt es eine gewisse Toleranz seitens des Herstellers, die bei dieser Angabe auftreten kann. Das Zuggewicht auf den Fingern und das tatsächliche Zuggewicht unterscheiden sich teils massiv, weshalb es sich hierbei um eine der größten Fehlerquellen bei der Berechnung handelt.
Das Zuggewicht messen
Um das Zuggewicht zu messen, benötigt man eine Zugwaage, eine einfache Kofferwaage* tut es in der Regel auch. Zuerst zieht man den Bogen mit einem Messpfeil oder auch einem normalen Pfeil aus. Idealerweise hilft eine zweite Person, die neben(!) dem Bogen steht und die Auszugslänge am Pfeil markiert. Danach befestigt man die Zugwaage an der Sehne und zieht erneut bis zur Markierung aus. Danach liest man das Zuggewicht von der Waage ab. Den Vorgang mehrere male wiederholen um Messfehler auszuschließen.
Die Pfeillänge im Spinewertrechner
Die Pfeillänge ist ein wichtiger Wert bei der Berechnung des statischen Spines. Je länger ein Pfeil ist, desto härter muss der Spinewert gewählt werden. Umgekehrt muss bei kürzerer Pfeillänge ein weicherer Schaft verwendet werden. Das bedeutet, dass die Pfeillänge schon im Vorfeld der Berechnung festgelegt werden muss. Der gesamte Pfeil – also inklusive Spitze und Nocke – muss lange genug sein, damit er im Vollauszug nicht hinter die Pfeilauflage oder das Bogenfenster kommen kann. Je nach Schießstil werden Pfeile mit mehr oder weniger Überstand über die Auflage bevorzugt. Wer über das Bogenfenster schießt und die Spitze zur Orientierung verwenden möchte, lässt meist ein bis drei Finger weit Überstand.
Für diesen Spinewertrechner muss die reine Schaftlänge gemessen werden.
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Das Gewicht der Pfeilspitze im Rechner
Je schwerer die Pfeilspitze ist, desto stärker wird der Pfeil im Abschuss gestaucht, ergo benötigt eine schwerere Spitze einen härteren und eine leichtere Spitze einen weicheren Schaft. Auch das gewünschte Spitzengewicht muss im Vorfeld der Berechnung also festgelegt werden. Werden Schraubspitzen* verwendet, kann anschließend noch etwas feingetunt werden, indem man leichtere oder schwerere Spitzen ausprobiert. Die Pfeilspitze beeinflusst durch ihr Gewicht auch den Schwerpunkt des Pfeils, wobei schwere Spitze den Pfeil natürlich kopflastiger mache. Ein kopflastiger Pfeil „zieht“ etwas besser, hat aber auch eine deutlich steilere Wurfparabel, senkt sich also schneller ab als ein austarierter Pfeil. Die Wahl hängt hier wieder von persönlichen Vorlieben und den zu bewältigenden Distanzen ab. Als grobe Orientierungshilfe kann man sich wie folgt am Zuggewicht orientieren:
- Bis 30 Pfund: 50-70 grain
- 30-40 Pfund: 70-100 grain
- mehr als 40 Pfund: 70-150 grain
Achtung: Das Gewicht der Pfeilspitze wird immer in grain und nicht in Gramm angegeben. Ein Gramm sind 15,4324 grain.
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Die Anzahl der Sehnenstränge und das Sehnenmaterial im Spinewertrechner
Die Anzahl der Sehnenstränge beeinflusst das Gesamtgewicht der Sehne. Je schwerer eine Sehne ist, desto mehr Energie wird für die Beschleunigung der Sehne verbraucht und desto weniger Energie kommt beim Pfeil an. Ergo muss der Spinewert weicher gewählt werden, wenn die Anzahl der Sehnenstränge zunimmt und härter, wenn die Anzahl abnimmt.
Noch bedeutender ist allerdings das Material der Sehne. Dacronsehnen bringen weniger Leistung als Fast-Flight Sehnen. Dacronsehnen brauchen also einen weicheren Pfeil as Fast-flight Sehnen. Erfahre mehr über die Sehne*.
Das Material und die Bauart der Wurfarme
Der Rechner versucht das Material, bzw. den Materialmix der Wurfarme zu berücksichtigen, da etwa Wurfarme aus Vollcarbon in vielen Fällen mehr Leistung bringen als welche aus Holz-Fiberglas Konstruktionen etc…
Ebenso macht die Bauart der Wurfarme einen Unterschied. In der Regel bringen Recurvebögen die meiste Leistung, danach kommen Hybrid- und Langbögen.
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Das Ergebnis im Spinewertrechner: Holzspine und Carbonspine
Der Rechner gibt zwei Ergebnisse aus. Holzpfeile werden meist als für ein bestimmtes Zuggewicht geeignet verkauft. Wer Holzpfeile schießt, orientiert sich also am entsprechenden Ergebnis des Rechners und wählt einen Pfeil, der für das ausgegebene Zuggewicht als geeignet angegeben wird. Das Ergebnis des Rechners kann sich deshalb vom gemessenen Zuggewicht auf den Fingern unterscheiden, da sich die Eignung der Holzpfeile für ein Zuggewicht auf eine bestimmte Konfiguration von Sehne, Pfeillänge, Spitzengewicht bezieht. (Englischer Langbogen, 125 grain Spitzengewicht, 28 Zoll Pfeillänge, Dacronsehne) . Weicht das Setup davon ab, muss ein Pfeil für ein anderes Zuggewicht gewählt werden.
Das zweite Ergebnis des Rechners empfiehlt den Carbonspine, der von Herstellen am Pfeil mit einer Spinezahl angegeben wird, beispielsweise: 500. Dabei handelt es sich um Durchbiegung des Pfeils, die vom Hersteller im Rahmen eines 3-Punkt-Biegeversuchs ermittelts und in 1/1000 Zoll gemessen wird. Eine höhere Spinezahl am Schaft bedeutet also immer einen mehr biegsamen Schaft als eine niedrigere Spinezahl. Man spricht hier von weicheren und härteren Pfeilen. Ein Pfeil mit einem Spinewert von 300 ist deutlich härter als einer mit einem Spinewert von 1000.
Was tun bei Zwischenwerten?
Hersteller verkaufen Carbonpfeile meist in Spine-Schritten von 100, zuweilen auch von 50, aber nur selten noch genauer. Liegt das Ergebnis des Rechners in der Mitte zwischen zwei erhältlichen Abstufungen, kann man sich mit einer Änderung der anderen Parameter behelfen, also etwa das Spitzengewicht ändern oder Pfeillänge variieren. In der Regel gibt es einen gewissen Spielraum, was die Verwendbarkeit unterschiedlicher Spinewerte angeht. Abweichungen bis 150 nach oben oder unten sind im Hobbybereich meist problemlos tolerierbar und werden – insbesondere bei etwas größerer Befiederung – meist nicht bemerkt. Erst bei hervorragenden Schützen können auch kleinere Abweichungen im Spinewert merkbar werden – allerdings schießen diese ihr Setup ohnehin mithilfe verschiedener Tests individuell aus.
Spinewerttabellen als Alternative
Anstelle eines Spinerechners können auch Spinewert-Tabellen als Orientierung verwendet werden. Diese gibt es von verschiedenen Herstellern, jeweils für ihre eigenen Pfeile. Unten als Beispiel eine Spinwerttabelle von Goldtip:
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